Cartagena, Kolumbien nach San Blas, Panama


Cartagena ist eine der vielen alten und historischen Städte in Kolumbien. Schön in guter Lage an der Karibik gelegen, war sie einst eine sehr wichtige spanische Hafenstadt, von wo aus die zahlreichen Bodenschätze der Neuen Welt nach Europa geschippert wurden. Dadurch war die Stadt natürlich auch interessant für Piraten und nachdem sie zigmal überfallen worden ist, wurde eine riesige Stadtmauer und eine ne Art Burg (castillo) gebaut, um Cartagena zu schützen. Das alles kann man heute auch noch sehen: Bei einem Rundgang durch das historische Viertel fühl man sich in „Fluch der Karibik“ versetzt, so süß und alt und piratentypisch sehen die ganzen Gassen und alten Häuschen aus. Das Castillo war auch sehr beeindruckend, wobei uns aber die 40Grad und die wenigen Schattenplätzchen ordentlich zu schaffen machten…

Von Cartagena aus ging es dann weiter Richtung Panama. Da Fliegen uns zu teuer war und es wohl auf dem Landweg keine passierbare Grenze gibt, haben wir uns für die Segeltour entschieden. Wir sind dann also mit unserem französischen Kapitän Michel, seinem Schiff „Corto“, einem Schweizer und zwei Holländern 5 Tage in der Karibik unterwegs gewesen. Die ersten zwei Tage bzw. Nächte waren dabei etwas anstrengend. Entgegen gutgemeinter Ratschläge haben wir die Nacht vor unserer Abfahrt eine ziemlich CubaLibre-lastige Chiva-(Bus-)Tour durch Cartagena gemacht, die uns, bzw. mir am nächsten Tag doch noch ein bisschen im Magen lag. Die Konsequenz dieses witzigen Abends war nämlich, dass ich mich nach nur 1 Stunde Seefahrt am liebsten über die Reling gehängt hätte… Michels Tipp, ich solle mich doch unten in unsere Kabine legen, funktionierte auch, es ging mir deutlich besser, aber die Hitze und das heftigste Gewitter, das wird je miterlebt haben, versüßten die Nacht nicht unbedingt. Nun gut, am 2. Tag hatte ich mich wieder gefangen und am 3. Tag kamen wir in den paradiesischen SanBlas-Inseln an. Ein Traum, sage ich euch, es war einfach wunderschön!! Diese Inselgruppe, die von dem indigenen Volk der Kuna bewohnt wird, besteht aus mehr als 300 Inselchen, die oft nur ein 30m breiter Sandhaufen mit 50 Palmen drauf sind, von quasi durchsichtigem Wasser umgeben… Die drei Tage, die wir auf den Inseln verbracht haben, bestanden im Prinzip aus Schwimmen, Plantschen, Schnorcheln, Paddelboot
– oder Kanufahren, Lesen, Essen, Staunen und große-Augen-bekommen. Das Ganze wurde aber auch durch Michel einfach unvergesslich: Da er die Tour schon seit ein paar Jahren fährt, kennt er die Inseln und auch einige Kunas sehr gut, hat uns mit einer bewundernswerten Ruhe durch das böse Gewitter manövriert, hat uns einige sehr schöne Flecken auf San Blas gezeigt und viel über die Geschichte und die Leute erzählt und ist nebenbei noch ein ausgezeichneter Koch: So gab es 2x fangfrische Langusten, Hühnchen, selbst gemachte Guacamole und zu Markus‘ Leidwesen und meiner Freude jeden Abend exotische Früchte:-)! Für diejenigen, die diesen Trip vielleicht auch machen möchten, hier Michels Homepage: http://sailpanamatocolumbia.webs.com/.

Etwas traurig sind wir schließlich an der panamaischen Nordküste angekommen, von wo aus wir in mal wieder total unterkühlten Bussen nach Panama-Stadt gefahren und am nächsten überraschenderweise in BusinessClass weiter nach Guatemala-Stadt geflogen sind, wo Manja schon auf uns gewartet hat! Hasta luego, Colombia, wir kommen wieder!

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Veröffentlicht am 19/09/2011, in Uncategorized. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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