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Chichén Itzá, Palenque, Mexiko

Nachdem wir das Inselleben auf Isla Mujeres schweren Herzens verlassen haben, machten wir uns auf den Weg zu einem der neuen sieben Weltwunder: Chichén Itzá. Nach Machu Picchu, Tikal und Tulum war unser Ruinen-Sinn schon geschaerft und wir gespannt, was uns erwarten wird. Anfangs waren wir auch recht begeistert: Unser Guía erzaehlte uns viel ueber die einzelnen Gebaeude, es war noch angenehm heiß und nicht so viel los. Besonders die große typische Pyramide (castillo) ist sehr interessant. Die Maya sind ja bekannt dafuer, dass sie schon in der damaligen Zeit sehr fortschrittlich im Bereich der Mathematik und Astronomie waren. Und so haben wir erfahren, dass ein Maya-Jahr 365 Tage hat, die in 18 Monate à 20 Tage eingeteilt sind plus ein Monat mit 5 Tagen, die allerdings Pech bringen. Wer in der Zeit (= Anfang August) geboren wird, wird ein unglueckliches Leben haben… Auf jeden Fall macht jeder Teil des Castillos (s. rechts) Sinn:

– Die vier Seiten sind alle gleich aufgebaut und haben genau 90 Stufen. Zusaetzlich gibt es fuenf Hyroglyphen oben auf der Pyramide: 4 x 90 + 5 = 365 (Tage des Jahres).

– Dann hat jede Seite seitlich der Stufen 9 Ebenen, also jeweils 2 x 9 = 18 (Monate pro Jahr)

– Auf den Ebenen sind einzelne Bloecke zu sehen. Die unteren 8 Ebenen haben 3 und die oberste Ebene 2 Bloecke: 8×3 +  1×2 = 26 Bloecke. Da auf beiden Seiten der Stufen die Ebenen sind: 2 x 26 = 52 : So viele Jahre dauert eine Kalender-Periode der Maya.

Uns wurde noch mehr ueber das Castillo erzaehlt und es ist auch alles logisch, aber nachdem wir eine ¾ Stunde davor standen und unser Guía wild mit Zahlen rumhantiert hatte, wollte unser hitzegeplagtes Gehirn die ganzen Sonnen-, Mond- und Jahreszahlen nicht mehr speichern. Ich koennte mir aber gut vorstellen, dass ich mir ein Buch kaufe und alles nachlese, weil es schon sehr spannend war.

Was gab es dort noch zu sehe? Reichlich durch Reliefs dekorierte Totenkopf-, Jaguar-, Kriegertempel, ein Observatorium und einen Ballspielplatz, wo frueher Mayakaempfer gegeneinander antraten. Der Gewinner (!) durfte im Anschluss geopfert werden, was für ihn eine große Ehre darstellte!

Insgesamt haben wir sehr viel Interessantes ueber diese alte Ruinenstadt erfahren und mal wieder kann man staunen, wie es einem Volk, das vor zig Jahrhunderten gelebt hatte, gelungen ist, eine so riesige Stadt mit diesen astronomischen und kuenstlerischen Details zu errichten. Unsere Euphorie senkte sich allerdings deutlich, als wir merkten, dass sich das ganze Areal von Chichén Itzá gegen 12Uhr mittags in einen reinen touribevoelkerten Jahrmarkt verwandelt hatte. Mittlerweile waren naemlich die Touribus aus Cancún angekommen, durch die gefuehlte 10.000 Amis ploetzlich hereinschwappten. Außerdem hatten sich an jeder (wirklich jeder) Ecke fliegende Haendler versammelt, die jedem versprachen, dass alles „casi gratis, almost free“ waere und einem für Spanischkenntnisse doch einen Extrapreis machen wuerden. Wenn das allerdings ALLE sagen und man ungelogen alle 10Sekunden angesprochen wird, ob man nicht doch ein schicken Chichén Itzá-T-Shirt oder irgendwelche glitzernde Wanddeko haben moechte, dann wundert man sich doch irgendwann. Gekauft haben wir natuerlich trotzdem was;-), es gab auch ein paar schoene Sachen. Aber verglichen mit den bisherigen Ruinen, wo bisher wirklich die Ruinen im Vordergrund standen (auf Machu Picchu gibt’s bspw. weder Trinken, Deko noch Toiletten), hat uns Chichén Itzá in dieser Hinsicht ein wenig enttaeuscht.

Weiter ging es im (mal wieder) unterkühlten Über-Nacht-Express nach Palenque, in die regenreichste Stadt Mexikos…hm, nach einigen Wochen Sonne und Karibik pur, klingt diese Beschreibung erst einmal nicht sonderlich verlockend. Aber von Leuten, die wir getroffen hatten, haben wir gehört, dass die Maya-Ruinen dort ganz, ganz toll sein sollten! Nach dem interessanten, dennoch überlaufenen Chichén Itzá, waren wir also gespannt, ob Palenque wieder ein bisschen weniger touristisch sein würde. Und so war es auch: Es war erstaunlich wenig los, es hat erstaunlich wenig geregnet und es war erstaunlich schön. Wir haben etwas abseits der Stadt mitten im Regenwald bei „Margarita y Ed“ übernachtet, die uns ein paar interessante Ausflüge empfohlen haben: Wasserfälle und die Ruinen von Palenque waren das Ergebnis. Eine Regenwaldtour sollte eigentlich auch noch stattfinden, aber 1. war die morgens um 7Uhr… und 2. hatte es die Nacht so extrem geschüttet, dass wir kletschnass geworden wären. Und bei der Luftfeuchtigkeit trocknen die Klamotten ja eh nicht…

Am Dienstag ging es also zu zwei Wasserfällen. Der erste, Misol-Ha, war eine halbe Stunde von Palenque entfernt, ca. 30m hoch, sehr wasserreich und laut. Sehr schön war, dass wir recht früh morgens da waren und die Sonne gerade über dem Wasserfall emporstieg. Man konnte auch hinter die Wasserwand gehen, was Markus auch getan hat und komplett nass wieder hervorkam. Gut, dass wir noch weiter mussten;-)… Die zweiten Wasserfälle hießen „Agua Azul“ und sind, wie der Name verrät, bekannt für ihr blaues Wasser. ABER: Wir waren in der Regenzeit da und da es anscheinend die Tage zuvor ordentlich geregnet hatte, war das türkisblaue Wasser einer braunen Brühe gewichen, die sogar bis auf den normalen Gehweg kam. Über mehrere Kilometer erstrecken sich diese vielen Wasserfälle, die durch die Größe und ihre Wucht schon beeindruckend waren. Zwischen einzelnen Kaskaden, an den…ähm…“ruhigeren“ Stellen, sagten Schilder übrigens, dass man dort auch baden könnte…aber seht euch die Strömungen auf dem Bild selbst an, da wäre aus der Bademöglichkeit schnell eine ideale Wasserfall-Rutschpartie geworden, Überlebensgarantie nicht inklusive. Naja, eigentlich war es schon schön, nur leider nicht ganz das, was wir erwartet hatten.

Am Mittwoch haben wir uns dann die Ruinen von Palenque angeschaut. Ursprünglich hieß die Maya-Stadt Lakam Ha, was so viel wie „viel Wasser“ bedeutet. Erst durch die Spanier entstand der heutige Name Palenque. Unser Guía Erick hat uns ganz viel über die verschiedenen Herrscher, die Größe und die Geschichte der Stadt erzählt. Bspw. wurden bisher erst 2% des gesamten Stadtareals ausgegraben, nur die wichtigsten Gebäude, wie der Palast, der Tempel der Inschriften (s. links) und verschiedene andere Tempel, ein Wachturm,  Grabstätten etc. Die restlichen 98%, in denen einst das normale Fußvolk lebte, sind also weiterhin erstmal verschollen, bis die mexikanische Regierung oder ausländische Unterstützer die nächsten Ausgrabungen fördern werden…

Am gleichen Tag abends sind wir auf einer Nachtfahrt nach Mexiko-Stadt gefahren. Nachdem wir morgens und mittags noch den Zócalo/Hauptplatz, die Kathedrale und ein paar Nebenstraßen dieser riiiiesigen Stadt erkundet haben, hieß es für Markus und mich abends: Adiós México und es ging zurück nach Alemania. Manja ist noch zwei Tage länger geblieben, bis es auch für sie mit leider 10stündiger Verspätung wieder nach Frankfurt ging.

Tja, und nun sind wir wieder alle in Deutschland und sind begeistert von dem, was wir gesehen, erlebt, gegessen, getrunken, erfahren, gefühlt und gelernt haben. Mal schauen, wann es wieder soweit ist, denn eines steht fest: Lateinamerika hat uns nicht zum letzten Mal gesehen!

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Tulum, Isla Mujeres, Mexiko

Viva Mexiko! Nach ca. 10 Stunden Fahrt mit einem kurzen Abstecher in Belize sind wir endlich in Mexiko genauer in Tulum an der Karibik Kueste angekommen. Waehrend Manja und Meike ein Hostel für die naechsten Tage gesucht haben, habe ich brav auf das Gepaeck aufgepasst und mir dabei die Sonne auf den Bau scheinen lassen. Ein erster herrlicher Eindruck auf das was in den naechsten Tagen noch kommen sollte: blaues, glasklares Wasser, Sonne und weisser Sandstrand. Einfach genial! Gewohnt haben wir in einem Cabana im Hostel Zazilkin (da wir uns den Namen zunaechst nicht merken konnten hiess es einfach nur Zaziki ;-).Die Cabanas waren zwar nur ganz einfach, drei Betten mit einem Dach ueber dem Kopf, aber insgesamt ok und super gelegen, weil unmittelbar am hauseigenen weissen Strand 😉  So haben wir denn auch quasi jede freie Zeit dort verbracht. Und wenn es mal wieder geregnet hat, was recht haeufig Nachmittags gegen 14/15 Uhr der Fall war, dann hat man sich in das 30 Grad warme Wasser „zurückgezogen“. Doch Tulum ist nicht nur für seine tollen Straende bekannt sondern vor allem für zwei Dinge: die alte Maya Stadt direkt an der Kueste und für Cenote Diving.

Die Ruinen von Tulum waren nur ca. 10 Fussminuten von unserer Unterkunft weg, so dass wir uns eines Nachmittags in der prallen Nachmittagssonne auf den schweisstreibenden Weg dorthin gemacht haben. Im Gegensatz zu den Ruinen von Tikal waren, diese alle freigelegt und nicht mehr im Wald versteckt. Trotz der Hitze haben wir es 2 bis 3 Stunden lang „ausgehalten“ und wir waeren gerne laenger geblieben, jedoch hat uns die Sonne arg zu schaffen gemacht, so dass wir eher nach Hause sind um ins Meer zu springen und abzukuehlen.

Nach unseren Tauchgaengen in Taganga habe war Meike und mir klar, noch mal tauchen zugehen. Nach laaangem Ueberlegen habe ich mich dazu durchgerungen in Tulum in einer Cenote zu tauchen. Meike dagegen hat sich nach gerademal 7 Tauchgaengen noch nicht getraut in einer Hoehle zu tauchen, was ich auch gut nachvollziehen konnte. Der Gedanke nicht jederzeit auftauchen zu koennen, nur am Eingang der Hoehle, war auch fuer mich stark gewoehnungsbeduerftig. Nach zwei Tauchgaengen in Calavera und Grand Cenote kam ich jedoch aus dem Staunen nicht mehr heraus, einfach der Wahnsinn!!! Die Grand Cenote bot zum Einstieg ein herrliches Unterwasserlichtspiel im Schatten von vielen Stalagmiten und Stalagtiten. Calavera war dagegen viel kleiner, enger und dunkler. Das ganz besondere war dort das Zusammenspiel von Suess- und Salzwasser. Sobald man in die  Uebergangsschicht zwischen Suess- und Salzwasser kam und beides verwirbelte, bildete sich ein Flimmern wie am Horizont einer heissen Teerstrasse und man sah quasi nur noch schemenhaft die Umrisse der Hoehle oder auch des Tauchpartners vor einem 😉 Nach zwei mal 40 Minuten war Ende und ich total begeistert. So sehr ich vorher nervoes war, bereut habe ich es nicht, ganz im Gegenteil, es ist sehr zu empfehlen!

Nach dem beschaulichen Oertchen Tulum ging es ab in DAS Touri-Mekka der Amis nach Cancun. Da wir jedoch keine Lust auf das Mallorca der Amis hatten, sind wir weiter zur Isla Mujeres gefahren, ca. 30 Minuten Bootsfahrt vor der Küste Cancuns. Waehrend wir in den meisten Urlaubsstationen zuvor meist nur Tourismus in den Kinderschuhen erlebt haben, war die Isla Mujeres der krasse Gegensatz: Grosse Hotel Burgen direkt an den Strand gebaut und auch der Strand war kuenstlich angelegt, nachdem dieser durch einen Hurrikane im Jahr 2005 weggespuelt wurde. Dennoch war der Strand traumhaft schoen, an einigen Stellen konnte man ca. 150 Meter weit ins seichte Wasser gehen. Ok ich, Meike und Manja sind schon (kurz) vorher untergegangen 😉

Eine Besonderheit der Region und der Jahreszeit zwischen Juli und September ist das Whale-Shark-Snorkeling. Whale-Shark oder Walhaie sind die weltweit groessten Fische, die bis zu 14m lang werden koennen, aber ganz sanftmütig sind und vegetarisch von Plankton leben. Aufgrund der warmen (Wasser-)Temperaturen verbringen die Walhaie ihre Paarungszeit vor der Kueste Yucatans und die Touristen wie wir bekommen die Möglichkeit mit den riesen Fischen zu schnorcheln. Manja und ich haben es gewagt und sind zu den Walhaien ins Wasser gesprungen. Bis auf wenige Zentimeter konnte man an die Walhaie herankommen und wer wollte haette diese auch „streicheln“ koennen. Das habe ich mich nicht getraut, dafuer war ich von der Groesse und Kraft der Tiere zu sehr beeindruckt. Insgesamt ein wahnsinninges Erlebnis.

Und weil wir vom Wasser nicht genug bekommen konnten und Meike und ich nochmal tauchen wollten, haben wir zwei Tauchgaenge vor der Isla Mujeres unternommen. Der erste Tauchgang fuehrte uns in ein kuenstlich angelegtes „Museum“. Dort wurden Statuen im Wasser versenkt und jetzt wird gewartet bis die Unterwasserpflanzen- und Tierwelt das Museum einnehmen. War nicht so spannend, da noch einfach zu neu angelegt und es nicht viel zu sehen gab. Umso spannender war der zweite Tauchgang, der wohl schoenste aller meiner Tauchgaenge bisher. Die Bedingungen waren perfekt: kristallklares, 30 Grad warmes Wasser und beste Sicht. Ca. 45 Minuten konnten wir endlich mal ohne Tauchübungen einfach nur Fun-diven und die unglaubliche Korallen-Landschaft sowie die Unterwassertierwelt geniessen. Neben einer Tortuga (Schildkroete) haben wir einen Baracuda, Rochen und viele, viele bunte Fischschwärme gesehen. Leider sind unsere Unterwasserbilder hier nichts geworden. Unsere Unterwasserkamera von Müller, die bis 3m „zugelassen“ war, hat die 18m Tauchgaenge in  Taganga nicht so gut ueberstanden. Aber die Erinnerungen kann uns keiner nehmen. Nach knapp 4 Tagen haben wir nur schweren Herzens Isla Mujeres wieder verlassen und es geht weiter nach Chichen Itza. Aber auch hierhin werden wir bestimmt wieder kommen!

Guatemala

Kolumbien und Panama waren gestern, heute sind wir in Guatemala. Die erste Ueberraschung gab es schon im Flugzeug: Wir hatten zwar die guenstigsten verfuegbaren Plaetze gebucht, die jedoch waren – wie wir mit grossem Erstaunen festgestellt haben – in der Business Class 😉 So sassen wir locker und laessig in kurzer Hose und T-Shirt neben Geschaeftsleuten im Anzug und Krawatte im Flugzeug von Panama nach Guatemala mit kurzem Zwischenaufenthalt in Costa Rica 😉 In Guatemala traf Meike und mich fast der Schock: laeppische 23 Grad und Regen, da kamen fast die ersten Urlaubsdepressionen auf 😉 Manja hat uns vom Flughafen abgeholt und zusammen sind wir den restlichen Urlaub gereist.

Die erste Station war am naechsten Morgen Antigua, eine kleine gemuetliche Stadt am Fusse gelegen von drei Vulkanen, die die Stadt auch schon einige Male zerstoert haben. Das wohl witzigste war jedoch die Fahrt dorthin und zurueck: Mit einem Chicken Bus (s. Foto rechts)  ging es mit (aus meiner Sicht) viel zu hohen Geschwindigkeiten eine Stunde lang über Stock und Stein nach Antigua. Ganz nach dem Motto „wer bremst verliert“ ging es ungebremst in die Kurven, wobei die gesamte Busbesatzung nach links oder rechts rutschte. So lernte man schnell seinen Sitznachbar kennen 😉

Von den warmen Tagen auf San Blas verwoehnt, haben wir ganz schnell entschlossen das „kalte“ Guatemala City zu verlassen: Mit dem Nachtbus ging es nach Flores mitten im Regenwald: Von dort aus sollte unser naechstes Ziel Tikal sein, eine alte Maya Hochburg und das Touri-Highlight der Region. Besonders zu erwaehnen, weil das coolste Hostel der Reise bisher, das Hostel „Los Amigos“. Von aussen unscheinbar, aber innen war es echt klasse. Das gesamte Hostel war bestand aus vielen verwinkelten Zimmern und inmitten viele tropischen Pflanzen. Unser „Zimmer“ war quasi ein kleiner Anbau bestehend nur aus einem Alu-Dach und Plastikplanen an der Seite und innen vier Doppelbetten. Am Eingang oder unter meinem Bett lag jeden Tag ein Wach-Hase, der wohlgenaehrt laengst in den Ofen haette gekonnt  😉 Neben dem Hasen gab es noch zahlreiche andere Haustiere wie einen Hund, Katze, Schildkroete und unendlich viele kleine Leguane die alle frei herumgelaufen sind.

Von dort ging es zu unmenschlicher Zeit um 7 Uhr morgen los nach Tikal. Die Stadt liegt mitten im Wald und nur die groessten Tempel ragen über die Baumwipfel. Bei drueckenden Temperaturen haben wir es dennoch rund 7 Stunden „ausgehalten“. Wo immer es erlaubt war, sind wir die Tempel raufgeklettert. Und da wo es nicht erlaubt war, aber keiner hingeschaut hat, auch (s. rechts 😉

Besonders beeindruckend waren die beiden Tempel I und II, die den Kern der Stadt bildeten und auch Papa und Mama genannt wurden. Warum weiss ich leider nicht ;-( Auf dem linken Bild ist „Papa“ und rechts „Mama“ zusehen.

Nach Tikal ging es in einer Tagestour mit dem Bus über Belize nach Chetumal und am selben Abend noch weiter nach Tulum in Mexiko, wo uns endlich wieder traumhafte Karibik Straende erwartet haben 😉

Cartagena, Kolumbien nach San Blas, Panama

Cartagena ist eine der vielen alten und historischen Städte in Kolumbien. Schön in guter Lage an der Karibik gelegen, war sie einst eine sehr wichtige spanische Hafenstadt, von wo aus die zahlreichen Bodenschätze der Neuen Welt nach Europa geschippert wurden. Dadurch war die Stadt natürlich auch interessant für Piraten und nachdem sie zigmal überfallen worden ist, wurde eine riesige Stadtmauer und eine ne Art Burg (castillo) gebaut, um Cartagena zu schützen. Das alles kann man heute auch noch sehen: Bei einem Rundgang durch das historische Viertel fühl man sich in „Fluch der Karibik“ versetzt, so süß und alt und piratentypisch sehen die ganzen Gassen und alten Häuschen aus. Das Castillo war auch sehr beeindruckend, wobei uns aber die 40Grad und die wenigen Schattenplätzchen ordentlich zu schaffen machten…

Von Cartagena aus ging es dann weiter Richtung Panama. Da Fliegen uns zu teuer war und es wohl auf dem Landweg keine passierbare Grenze gibt, haben wir uns für die Segeltour entschieden. Wir sind dann also mit unserem französischen Kapitän Michel, seinem Schiff „Corto“, einem Schweizer und zwei Holländern 5 Tage in der Karibik unterwegs gewesen. Die ersten zwei Tage bzw. Nächte waren dabei etwas anstrengend. Entgegen gutgemeinter Ratschläge haben wir die Nacht vor unserer Abfahrt eine ziemlich CubaLibre-lastige Chiva-(Bus-)Tour durch Cartagena gemacht, die uns, bzw. mir am nächsten Tag doch noch ein bisschen im Magen lag. Die Konsequenz dieses witzigen Abends war nämlich, dass ich mich nach nur 1 Stunde Seefahrt am liebsten über die Reling gehängt hätte… Michels Tipp, ich solle mich doch unten in unsere Kabine legen, funktionierte auch, es ging mir deutlich besser, aber die Hitze und das heftigste Gewitter, das wird je miterlebt haben, versüßten die Nacht nicht unbedingt. Nun gut, am 2. Tag hatte ich mich wieder gefangen und am 3. Tag kamen wir in den paradiesischen SanBlas-Inseln an. Ein Traum, sage ich euch, es war einfach wunderschön!! Diese Inselgruppe, die von dem indigenen Volk der Kuna bewohnt wird, besteht aus mehr als 300 Inselchen, die oft nur ein 30m breiter Sandhaufen mit 50 Palmen drauf sind, von quasi durchsichtigem Wasser umgeben… Die drei Tage, die wir auf den Inseln verbracht haben, bestanden im Prinzip aus Schwimmen, Plantschen, Schnorcheln, Paddelboot
– oder Kanufahren, Lesen, Essen, Staunen und große-Augen-bekommen. Das Ganze wurde aber auch durch Michel einfach unvergesslich: Da er die Tour schon seit ein paar Jahren fährt, kennt er die Inseln und auch einige Kunas sehr gut, hat uns mit einer bewundernswerten Ruhe durch das böse Gewitter manövriert, hat uns einige sehr schöne Flecken auf San Blas gezeigt und viel über die Geschichte und die Leute erzählt und ist nebenbei noch ein ausgezeichneter Koch: So gab es 2x fangfrische Langusten, Hühnchen, selbst gemachte Guacamole und zu Markus‘ Leidwesen und meiner Freude jeden Abend exotische Früchte:-)! Für diejenigen, die diesen Trip vielleicht auch machen möchten, hier Michels Homepage: http://sailpanamatocolumbia.webs.com/.

Etwas traurig sind wir schließlich an der panamaischen Nordküste angekommen, von wo aus wir in mal wieder total unterkühlten Bussen nach Panama-Stadt gefahren und am nächsten überraschenderweise in BusinessClass weiter nach Guatemala-Stadt geflogen sind, wo Manja schon auf uns gewartet hat! Hasta luego, Colombia, wir kommen wieder!

Santa Marta und Taganga, Kolumbien

Karibik: weisse Straende, tropische Hitze, grosse Palmen, tuerkisblaues Meer…nix Reisekatalog, sondern das erleben wir im Moment hier im Norden Kolumbiens! Es ist einfach traumhaft schoen hier!!

Laengst haben wir gemerkt, dass wir bei Hostels nicht mehr nach warmen Wasser fragen muessen bzw. wollen: 1. ist kaltes Wasser im Moment das Beste, was es gibt und 2. ist Duschen eh eigentlich sinnfrei, weil man bei durchschnittlich 35Grad 2 Minuten spaeter eh schon wieder schwitzt…

Von Santa Marta aus haben wir letzte Woche einen Ausflug in den Tayrona Nationalpark gemacht. Da fehlen mir echt die Worte, schaut euch die Fotos an (die kommen hoffentlich bald 😉 und stellt euch vor, dass es noch schoener war, weil man das auf Fotos einfach nicht festhalten kann. Wir sind bis zum Eingang des Parks gefahren und von dort ca. 1,5 Stunden durch den Regenwald nach El Cabo de San Juan gelaufen, was im Prinzip nur ein Campingplatz direkt am Strand war. Haben dort draussen in Haengematten geschlafen. Wer nun denkt: Oh, wie schoen gemuetlich und exotisch, dem soll gesagt sein, dass Haengematten zum Schlafen aeusserst unpraktisch sind, weil man sich nicht bewegen kann und der Koerper irgendwie verformt da drin liegt. Ausserdem waren da noch die Schnarchnase in der Matte nebenan, der Esel, der nachts wohl nicht schlaeft und munter iaaaht, die Froesche, die miteinander reden und der komische Vogel, der sich anhoert wie ein quiekendes Meerschweinchen und ab 6 Uhr morgens froehlich vor sich hinzwitschert. Aber ich will mich ueberhaupt nicht beschweren, es war einfach genial und es tat gut drei Tage kein Dach ueberm Kopf zu haben, einen tollen Strand direkt vor der Nase zu haben und immer an der frischen Luft zu sein. Am ersten Abend hat es uebrigens so heftig geregnet und gewittert, dass in unser Haengemattenlager Wasser reingekommen ist und man auf dem Weg zur nur 20m entferten Aufenthaltshuette kletschnass geworden ist. Aber egal, ist ja nur Wasser und ausserdem war es so warm, dass es gut tat.

Am letzten Tayrona-Tag ging es ueber das ehemalige Ureinwohnerdoerfchen Pueblito, das leider etwas enttaeuschend war, wieder gen Santa Marta. Dazu muss gesagt werden, dass dieser Weg von unserem Campingplatz ueber Pueblito bis zur naechsten Strasse einfach unglaublich war:

– locker 35Grad im Schatten

– eine Luftfeuchtigkeit, die die sich gewaschen hat

– ein Weg nach typisch suedamerikanischer Manier: ueber Aeste, Steine, Wurzeln, Felsen, Baeche, mal hoch, mal runter…

– Wegbeschreibungen, die von 3-5 Stunden und von “Ihr werdet euch verirren“ bis „es ist alles gut ausgeschildert“ reichten (nebenbei haben wir uns nicht verlaufen und haben insgesamt mit Pausen knapp 4 Stunden gebraucht)

Wir haben geschwitzt wie noch nie zuvor…einige von euch haben ja schon ein paar Mal Sport mit mir gemacht und u.a. festgestellt, dass ich quasi nie oder kaum schwitze: Ihr haettet mich dort mal sehen sollen, da waert ihr ins Staunen gekommen;-).

Nach Santa Marta sind wir nach Taganga gefahren. Schon allein dieser Name ist genial, oder?! T A G A N G A. Dort haben wir unseren Tauchkurs gemacht: Genial, es war einfach nur genial und ich wuerde es JEDEM empfehlen! Tauchen ist einfach eine andere Welt, es ist so ein tolles Gefuehl, wenn man im Wasser schwebt, unter einem die bunten Fische vorbeischwimmen, hier ein Seestern auf dem Meeresboden klebt und dort ein Lionfish (weiss nicht, was das auf Deutsch heisst) sitzt. Korallen gab es natuerlich auch, zwar nicht so Great Barrier Reef-maessig, wie man sich das in Australien vorstellt, aber durch 28Grad (!!) Wassertemperatur gibt es auch hier schoen viele Farben zu sehen!

Gewohnt haben wir bei der Familie von unserem Tauchlehrer Darwin, wo wir sogar eine Klimaanlage hatten, die anfangs einfach mal auf 16Grad eingestellt war. Um nicht zu erfrieren oder einen Hitzeschock zu bekommen, sobald wir nach draussen gehen (= 36Grad), haben wir die Klimaanlage auf angenehme 28Grad gestellt;-). Nach 7 erfolgreichen Tauchgaengen auf bis zu 18m Tiefe, 5 „Lernvideos“, ein bissl Theorieunterricht und einem Blick in mein Diving-Book habe ich am Samstag erfolgreich meinen Abschlusstest abgeschlossen ;-), der sogar international anerkannt ist! Nun bin ich also offiziell ein Open Water Diver und laut Padi (der Tauchausbildungsorganisation) bin ich now among the best trained divers in the world;-)…aha! Markus hatte ja schon einen Tauchschein und ist quasi nur zum Fundiving mitgekommen, hat aber die Atem-, Notfall- und Gleichgewichtsuebungen auch mitgemacht. Hat dafuer allerdings nur die Haelfte gezahlt, weil er das Zertifikat nicht brauchte.

Ich waere gerne noch etwas laenger in Taganga geblieben, es ist ein so suesses verschlafenes Fischerdorf, mit vielen netten Leuten und unser Reisefuehrer hat recht, wenn er sagt, dass man abends an der Promenade zu Trommelklaengen die Wellen leise an Land plaetschern hoeren kann!

 

Nun sind wir aber in Cartagena, weiter westlich an der kolumbianischen Karibikkueste! Sind im Moment so im Tauchfieber, dass wir hier schon drei Tauchschulen aufgesucht haben und Fundiving machen wollen…leider wird daraus wohl nix, weil es hier einfach mal doppelt so teuer ist wie in Taganga…

Also, tropische Gruesse aus dem tollen Kolumbien und bis bald!

M&M

Cali, Kolumbien

Am 16. Sind wir nach Cali, Kolumbien geflogen, wo wir sehr herzlich von unseren „parientes“ Diego und Haydee empfangen wurden! Fuer die, die’s nicht wissen: Diego ist Sonias (= unsere Schwaegerin) Vater und so waren wir quasi auf Familienbesuch! Nachdem wir leider wieder recht lange bei der Migration verweilen mussten und ich dank Zufallsprinzip meinen Rucksack aufmachen musste, damit er nach Drogen durchsucht werden kann, konnten wir endlich nach knapp 2 Stunden unsere 2 Gastgeber begruessen! Diego sagte uns uebrigens, dass es ganz gut war, dass wir die Coca-Blaetter (die uns noch in Peru und Ecuador waermstens gegen die Hoehe empfohlen wurden) nicht mit nach Kolumbien genommen haben. Das haette noch zu diversen Problemchen fuehren koennen…

Diego hatte sich die ganzen Tage, die wir in Cali waren, extra fuer uns freigenommen (fuer die Trierer dieser Leserschaft: freigeholt;-)) und so haben wir mit ihm ein paar Ausfluege gemacht. Am ersten Tag haben wir uns den Hauptplatz, den Plaza de Caicedo, angeschaut, sind durch die Strassen geschlendert und haben uns den Zoo Calis angeschaut. Laut Mirko, ein guter Freund aus Koeln, den wir witzigerweise dort getroffen haben, soll dies der schoenste Zoo Lateinamerikas sein. Kann ich schlecht beurteilen, da ich die anderen nicht gesehen habe. Mein Fazit ist aber, dass der Zoo sehr schoen ist, gruen, tropisch, viele Tiere aus den verschiedensten Flecken der Erde, aber dass sie nicht sehr artgerecht gehalten werden. Wenn schon in Gefangenschaft, dann haben es die Tiere in der Zoom Erlebniswelt GE oder in Hannover besser. Abends haben wir uns dann mit Mirko und ein paar bunt gemixten anderen Touris getroffen, um irgendwo Cerveza und Salsa auszuprobieren, aber das hat nur so halb funktioniert, weil innerhalb der Woche die Bars schon ab halb eins zumachen… Dafuer konnten wir nach fuenf Stunden Schlaf am naechsten Tag immerhin mit klarem Kopf zur naechsten Tour aufbrechen. Es ging ins Cauca-Tal, wo wir lecker gegessen haben (in Cali haben wir glaube ich jeder 2kg zugenommen) und uns anschliessend die Hazienda El Paraíso angeschaut, eine grosse alte schoene Villa, die den Rahmen fuer einen bekannten kolumbianischen Liebesroman darstellt. Stefan und Sonia muessten sie kennen, oder?! Abends haben wir Diego und Haydee zum Essen eingeladen und es gab lecker Crepes…fuer Markus sogar mit Nutella;-).

Wir moechten uns an dieser Stelle nochmal ganz herzlich bei Haydee, Diego und auch bei Álvaro und José bedanken – fuer die drei schoenen Tage, fuer die Zeit, die sie sich genommen haben und die vielen Dinge, die wir ueber Cali und Kolumbien erfahren haben.

Heute ging es dann nach Santa Marta an der KaribikkuesteJ! Juchhuuuu, Sonne, Waerme (oder Hitze?!), Meer, Palmen…hier koennen wir bleiben!! Geplant ist ein Besuch im Tairona-Nationalpark und Tauchen :-)! Ich freu mich schon!

Da wir in Deutschland nun schon laengst nach0Uhr haben und heute ja der 20. August ist, schicken wir einen grosses Feliiiiiiz Cumpleaños nach Herten zu unserer Mama!! Witzigerweise ist Jimena, Diegos Tochter, also Sonias Halbschwester, derzeit in Herten und alle werden morgen/heute zusammen feiern!

Chao y hasta luego! M&M

Quito, Ecuador

Vom beschaulichen Puerto Lopez an der Pazifik-Kueste ging es mit dem Nachtbus weiter gen Norden in die Berge nach Quito, der Hauptstadt Ecuadors. Im Vergleich zu Peru ist uns dabei aufgefallen: Der Bus fuhr puenktlich los und kam sogar puenktlich an. Eine voellig neue Erfahrung im Urlaub! Und das, obwohl bei der Abfahrtszeit 20Uhr noch um fuenf vor acht alle draussen standen und Daeumchen drehten…

Quito ist eine sehr lebendige und schoene Stadt und im Vergleich zu anderen Grossstaedten Suedamerikas wie z.B. Lima viel sauberer, organisierter und mit vielen fertigen Haeusern. Meike hatte mal gehoert, dass in Peru aus steuerlichen Gruenden viele Haeuser nur halb fertig gebaut werden und deshalb die Metallstreben immer noch rausschauen. Das scheint in Ecuador anders zu laufen.

Da wir leider nur insgesamt 3 Tage in Quito verbracht haben, beschraenkten sich unsere Ausfluege auf die direkte Umgebung von Quito. Ein absolutes Muss: Mitad del Mundo oder auch der Aequator. Neben vielen anderen Touristen und Einheimischen hatten wir viel Spass auf der Aequatorlinie zu spazieren:-)! Was wir (erst) nicht wussten – und ich glaube ein Grossteil der anderen Touristen vor Ort ebenfalls nicht – Die auf dem rechten Foto abgebildete Aequatorlinie liegt ca. 240m suedlich des richtigen Aequators! Der im 18. Jahrhundert ermittelte Aequator, auf dessen Basis das Monument errichtet wurde, wurde von den Franzosen falsch berechnet. Da wir keine halben Sachen machen wollten, haben wir also gleich unseren Ausflug zum richtigen Aequator erweitert. Und was wir schon immer wissen wollten, haben wir mit eigenen Augen gesehen: Noerdlich der Aequatorlinie dreht sich das Wasser gegen den Uhrzeigersinn und suedlich im Uhrzeigersinn, waehrend es auf dem Aequator gerade abfliesst ;-).

Neben dem Aequator haben wir den Hausberg von Quito, Pichincha, bestiegen. Da uns jedoch schon auf ebener Strecke die Luft haeufig ausgeblieben ist – Quito liegt auf 2.800 m Hoehe – haben wir die Bergspitze auf 4.100 m Hoehe ganz bequem mit der Gondelbahn erreicht. Bei der Gondelfahrt fuehlte man sich doch direkt an den Skiurlaub erinnert ;-).

Am Dienstag ging es dann weiter vom teils doch sehr kalten Quito ins warme Kolumbien nach Cali!

Puerto López, Ecuador

Kurz muss an dieser Stelle die Fahrt von Cajamarca (noerdliche Anden Peru) nach Puerto Lopez (= Kueste Ecuador) erwaehnt werden. Ich gebe es ja zu, es ist nicht gerade um die Ecke, bei Google Maps habe ich grob 900-1000km ueberschlagen…aber dafuer haben wir glatte 45 Stunden gebraucht. Wir sind mit Bus, Taxi und Colectivo (so ne Art Grossraumtaxi in guenstig) gefahren und mussten insgesamt 7x umsteigen.Witzig war es dann an der Grenze. Bei der Migrationsbehoerde in Ecuador haben wir eine ¾ Stunde gewartet, um zu erfahren, dass die doch gar kein System haben, um Auslaender zu registrieren. Also ab zur naechsten Behoerde: Dort standen wir ganze 10 Minuten, bis einfach mal das Licht ausgegangen ist. Passiert halt mal… Der eigenwillige Migrationsmensch, der uns dann den Stempel verpassen sollte, hatte aber nicht so wirklich Bock und hat willkuerlich mal jemanden reingelassen, mal auch nicht… Haetten wir nicht auf der Fahrt dorthin einen total verrueckten Ecuadorianer kennengelernt, der die Beamten dort die ganze Zeit vollgequatscht hat und ihnen seine Taschenlampe geliehen hat, haetten wir dort wohl noch laenger als 2 Stunden verbracht…

Nun ja, endlich in dem suessen Fischerdorf Puerto Lopez angekommen, haben wir geguckt, was wir die naechsten Tage so Tolles machen koennen. Dabei stand eins ganz oben auf der Liste: Whale WatchingJ!!! Nachdem wir die Tour gebucht haben, haben wir uns bei wolkigem Himmel, aber trotzdem 25 Grad an den Strand gelegt! Am naechsten Tag dann leider die Nachricht, dass die Whale Watching Tour ausfaellt…Grund dafuer war ein Erdbeben im Meer und Minitsunami in Chile. Zwar liegt Chile ein paar tausend Kilometer suedlich von uns, aber die Behoerden waren trotzdem skeptisch und haben jegliche Meerestouren verboten, fuer 2 TageL. Haben die Zeit am Strand verbracht, gemerkt, dass trotz Wolken doch sehr viel Sonne durchkommt und dreimal im gleichen Fischrestaurant gegessen – lecker!

Am Samstag konnten wir dann doch die Tour machen: Erst sind wir zur Isla de la Plata geschippert (wurde als „Klein-Galápagos angepriesen, war aber deutlich weniger…) und haben dort ein paar witzige Voegel gesehen, z.B. Blue- und Red-footed Boobies. Auf dem Rueckweg haben wir dann die Wale beobachten koennen. Hammer, wirklich sehr, sehr beeindruckend! In den Monaten von Juni bis September kommen naemlich ganz viele Buckelwale aus der Antarktis (!) an die Kueste von Ecuador, um sich dort zu paaren und ihre „Babies“ zu bekommen (Den bis zu 4m grossen Nachwuchs, der bis zu 200l Milch taeglich trinkt als Baby zu bezeichnen, ist schon komisch…). Auf jeden Fall haben wir ziemlich viele gesehen, teilweise sind sie in etwa 5m Entfernung an unserem Boot vorbeigeschwommen. Aber am faszinierendsten fand ich, wie die Maennchen aus dem Wasser gesprungen sind (mehrere haben uns erzaehlt, um die Weibchen zu beeindrucken;-), wir wissen jedoch genau ob das stimmt oder ob wir veraeppelt worden sind 😉 und mit voller Wucht wieder reinfielen.  Aber es war auch sehr cool die Fluke zu sehen oder die Seitenflosse, wodurch es aussah, als ob der Wal „winken“ wuerde.

Abends ging es dann weiter nach Quito, der hoechsten Hauptstadt der Welt! Aber mehr dazu im naechsten Bericht…

Ps.: Noch eine kleine Handels-Anekdote: Markus und ich haben uns zwei Haengematten gekauft die eigentlich 44 $ kosten sollten.  Wir hatten aber (wirklich) nur 37,75$ dabei. Wir haben dem Verkaeufer all unser Geld gezeigt (30$ in Scheinen, den Rest in Kleingeld) und gehofft das er irgendwie darauf eingeht. Da nimmt der das komplette Kleingeld (also 7.75$) und drueckt uns stattdessen einen 10$-Schein in die Hand und sagt: „Hier, geht nach vorne und gebt das meiner Frau. Wenn ich’s fuer weniger als 40$ verkaufe, krieg ich Aerger.“ Geil, da weiss man, wer die Hosen anhat;-)…

Machu Picchu, Peru

Ein warmes “Hola” senden wir euch aus Cajamarca! Ich liebe die Trockenzeit, habe ich festgestellt. Waehrend es vor drei Jahren immer und ueberall nur geregnet hat, werden wir im Moment von Sonne verwoehntJ! Wobei Temperaturunterschiede von Nachmittag 28Grad und abends 3Grad nicht selten sind…

Aber erst nochmal kurz zu Machu Picchu: Genial, es war einfach nur genial!! Morgens um vier Uhr haben wir uns aus dem Bett gequaelt, um auch ja puenktlich zum Sonnenaufgang oben in der alten Ruinenstadt zu sein. Haben wir auch geschafft – zusammen mit weiteren 2500 anderen Touristen… Kein Vergleich zum letzten Mal, wo wir in einer dicken Regenwolke da oben sassen, aber nahezu alleine waren. Wir haben aber einstimmig entschieden, dass die Variante “Sonne – viele Leute” eindeutig besser ist als “Regen – Kaelte – wenig Leute”. Leider hatten wir keine Tickets mehr fuer Wayna Picchu mehr bekommen (das ist der Berg im Hintergrund auf dem Foto rechts). Versucht uebrigens mal den Kopf um 90Grad zu drehen, dann seht ihr mit etwas Fantasie auf dem Foto das Profil eines Inkas – am linken Bildrand das Kind, dann die Lippen, Nase und ein Auge.

Dafuer haben wir uns die Puente Inka und Markus hat sich den Montaña angeschaut. Die Puente Inka ist eine alte Inka Bruecke, oder eher ein Holzsteg mitten am wahnsinnig steilen Abhang (links). Die Inkas muessen schon ein verruecktes und lebensmuedes Voelkchen gewesen sein, so wie die ihre Wege, Bruecken, Haeuser und Felder gebaut haben… Auf jeden Fall ist der Weg zu dieser Bruecke nix fuer Leute mit leichter Hoehenangst – ergo fuer mich! Ca. 1,5m breit, an der einen Seite geht es steil rauf, auf der anderen Seite guckt man in die tiefe, tiefe Tiefe (nach Markus ein paar hundert Meter, nach meiner aengstlichen Einschaetzung haette ich deutlich mehr gedacht…) – und warum sollte es denn ein Gelaender geben?! Ach Quatsch, ist doch unnoetig… Bezeichnenderweise muss man sich bei allen Wegen (also Wayna Picchu, Puente Inka und Montaña) erst in ein Buechlein eintragen mit Name, Passnummer, Nationalitaet, Uhrzeit etc. – falls man nicht zurueckkommt, wird man dann immerhin gesucht. Nach der Bruecke ist Markus noch den Montaña raufgeklettert, den Berg, der auf der anderen Seite von Machu Picchu und deutlich hoeher als Wayna Picchu ist, dafuer aber einen sehr geilen Ausblick ueber die Ruinenstadt und die Umgebung bietet. Die Flagge uebrigens sagt nix ueber die amouroesen Vorlieben der Inka aus, sondern ist das Stadtwappen von Cusco.

Ein sehr cooler Tag war das, den ich so schnell nicht vergessen werde und vielleicht irgendwann nochmal erleben werde!

Nun sind wir aber in Cajamarca, in der Stadt, wo ich vor drei Jahren 4 Monate in einer Gastfamilie (Patty und Samy) gewohnt habe. Auch hier: Hammer Wetter! Tut mir leid, dass ich das immer wiederhole, aber das ist etwas  komplett Neues fuer mich. Am 5. haben wir Samys Geburtstag gefeiert, die ganze Family und einige Freunde waren da und es wurde ein wenig Pisco Sour (= leckeres, typisch peruanisches, leicht alkoholisches Getraenk) verteilt;-)… Gestern waren im Kino, zu Markus Leid lief der Film nur auf Spanisch, aber die Schluempfe kann man auch ohne perfekte Sprachkenntnisse gut verstehen;-). Markus lernt aber fleissig dazu und kann sich mit allen gut verstaendigen, obwohl die meisten so gute Englischkenntnisse haben wie ich Chinesisch…

Morgen machen wir uns dann auf den Weg nach Ecuador! Wir gehen davon aus, dass wir in Puerto López irgendwann am Dienstag ankommen werden, dort die Wale auf uns warten und brav von uns beobachtet werden moechten!

Bis bald, eure M&Ms

Die ersten Tage

Hola, hier nun wie versprochen unser erster Bericht. Inzwischen sind wir fast eine Woche in Peru und ich glaube langsam haben wir uns gut eingelebt – dem Coca-Tee sei Dank 😉

Zu meiner Ueberraschung – so ziemlich alle anderen hatten es zuvor bereits gewusst – hat Meike mir zum Geburtstag eine Rafting Tour auf dem Rio Urubamba geschenkt.  Sehr klasse! Nach einer kurzen Einweisung durch unseren peruanischen Guide wurden wir im wahrsten Sinne des Wortes direkt ins kalte Wasser geworfen. Zwei Stunden sind wir auf dem Rio Urubamba gepaddelt, sind allen Felsen ausgewichen und haben allen Stroemungen widerstanden. Zum Abschluss der Tour haben wir uns in das eiskalte Wasser geworfen, was wir beide umgehend bereut haben 😉 Die Sauna, das warme Essen und wieder mal der Coca-Tee haben uns gut aufgewaermt.  Wie nachhaltig die Tour war, haben wir am naechsten Morgen gespuert. Beide hatten einen Muskelkater 😉

 

Das absolute Highlight bisher war jedoch Machu Picchu. Obwohl wirkeine Tickets fuer Machu Picchu mehr in Cuzco bekomme haben (haetten wir uns in der Hochsaison auch denken koennen), haben wir uns abseits der ueblichen Touristenstroeme mit Bus, Taxi und zu Fuss auf dem Weg von Cuzco nach Aguas Calientes gemacht. 

Die letzten zwei Stunden sind wir entlang der Eisenbahnschienen und parallel zum „Baechlein“ Urubamba nach Aguas Calientes gelaufen. Und da auch dieses Jahr die Reise wieder mal ein wenig laenger gedauert hat (bei peruanischen Zeitangaben muss meistens mindestens eine Stunde aufgeschlagen werden), musten wir die letzte Stunde der Reise im Dunkeln nur noch mit einer Taschenlampe bewaffnet zu Ende bringen. An dieser Stelle vielen Dank an Meikes Basketballmannschaft fuer das tolle und sehr hilfreiche Geschenk. Meike war DER Scheinwerfer schlechthin und Anziehungspunkt fuer saemtliche Fliegen, Muecken usw. 😉 Zu unserem Glueck haben wir abends noch Tickets fuer Machu Picchu (+ Montaña –> Erklaerung folgt spaeter) bekommen. War unsere Reise also doch nicht umsonst 😉

So, es ist inzwischen 22 Uhr und wir werden aus dem Internet Cafe geworfen. Wir melden uns so schnell wie moeglich wieder.

Hasta luegito M&M